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165 MEHR ÜBER DEN GRAND PRIX SUISSE

Blogpost 153 handelte von der Geschichte eines grossen Klassikers des Motorsports, dem Grand Prix Suisse – und einer damit verbundenen Ausstellung. Heute werfen wir noch einen etwas erweiterten Blick darauf.

Zu allen Zeiten sprechen Technologien und Rennstrecken ihre eigene Sprache: in früheren Zeiten mussten die Motoren noch von Hand angekurbelt werden und die Fahrbahnbeläge bestanden teilweise aus Kopfsteinpflaster. Dabei hatte der Fahrer wie immer primär ein Ziel vor Augen: den Sieg. Zu all dem kam ein hohes Unfallrisiko; Sicherheit war nicht das vordringlichste Thema, im Zentrum standen die Helden hinter den Lenkrädern.

Der Vater von The Castiron war mit diesen Rennen verbunden, er war als Rettungssanitäter im Einsatz. Er erzählte ab und zu Geschichten von Rennfahrern, die nach Unfällen an Bäumen hingen oder von diesen herunterfielen; es waren oft schwere Unfälle, manchmal tödliche. Viel mehr sagte er nicht darüber.

Vater wusste über Glanz und tiefste Dunkelheit dieses faszinierenden Sports. Als sein Sohn, The Castiron, ihm eines Tages sagte, er werde an einem Kurs zum Erlangen einer Rennlizenz teilnehmen, war Vater nicht begeistert – im Gegenteil. Es war ein Prüfstein für beide – welcher letztlich gemeistert wurde. 

Weniger Worte, mehr Bilder: die Bildergalerie gibt Dir einen kurzen Einblick. Viel Vergnügen – und auch etwas zum Nachdenken. Nicht zu vergessen: Heldengeschichten sind oft auch untrennbar mit Tragik und Tod verbunden.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/rennfahrer.html

PS   Das Hauptbild von 1939 zeigt den Unfallwagen des deutschen Rennfahrers Rudolf Caracciola, welcher seine Karriere danach beendete. Unter anderem stellte er 1938 mit gut 430 km/h einen Geschwindigkeitsrekord für Automobile auf.

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164 EINE EINZIGE PFERDESTÄRKE

Der Blogpost von letzter Woche handelte von vielen Pferdestärken, 1 PS und einer Hochzeitsfeier, der Kirche und einem Pastor. Heute schauen wir in diesem weiteren Zusammenhang zurück ins 18. Jahrhundert.

Ein Beispiel, eine prägende Figur, finden wir in George Whitefield (16. Dezember 1714 - 30. September 1770) – ein Wanderprediger, tätig in Grossbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Durch seinen Dienst veränderte sich in dieser dunklen Zeit vieles zum Besseren, im geistlichen und sozialen Bereich – und das war dringend nötig! Sein hauptsächliches Transportmittel zu Land: 1 PS, ein Pferd. 

Während seines Aufenthaltes in Amerika war er mehrere tausend Kilometer auf dem Pferderücken unterwegs; er wollte so viel wie möglich von diesem Land aus eigener Anschauung kennen lernen. Zudem hielt er mehr als tausend Predigten – vor unzähligen Menschen. Oft waren es über zwanzigtausend an einem einzigen Anlass.

In Grossbritannien war es ähnlich. Dort machte er noch eine ganz besondere Reise, von Schottland nach Wales: George Whitefield war über 450 km unterwegs um zu heiraten – auf einem vorzüglichen Pferd, das ihm geschenkt worden war.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

PS   Quellennachweis: Benedikt Peters, CLV, George Whitefield; www.clv.de

PPS   Ein Zitat von George Whitefield: „Komm armer, verlorener, gebundener Sünder zu Christus, so wie du bist.“ Nach Ernest Bormann, Force of Fantasy: Restoring the American Dream (Carbondale: Southern Illinois University Press, 1985), p. 73.

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163 MEHR DOMPTEUR ALS FAHRER

Was haben das Autofahren und eine Trauungsfeier mit The Castiron als Pastor miteinander zu tun? Es war die Hochzeit eines Paares, wo beide eng mit Pferden verbunden waren – eine Pferdestärke, vier Hufe, nicht vier Räder.

Alles bereit, The Castiron wartet gut vorbereitet in der Nähe der Kirche. Da kommt ein Mann daher, der ein Pferd am Zügel mit sich führt. Das Tier sollte die Braut zur Kirche bringen – und es ist nervös und scheut; ein Kirchhof mit vielen unbekannten Menschen ist nicht das natürliche Revier für ein Pferd. Der Mann bleibt ruhig, erlaubt dem Tier eine gewisse Bewegungsfreiheit – und er behält die Kontrolle, hat alles im Griff.

Alles geht gut aus, die Braut wird auf dem Pferd zur Kirche geführt, The Castiron hält den Gottesdienst, und Braut und Bräutigam werden getraut. Ein Bild bleibt: der Mann, welcher das nervöse Pferd an der langen Leine führt und die Kontrolle behält. Eine Predigt für sich.

Dieser Mann war auch ein bisschen Dompteur. Und als Autofahrer, meistens auf der Rennstrecke, reicht es manchmal nicht aus, einfach nur Fahrer zu sein: wenn das Auto nervös wird, den eigenen Willen entwickelt, muss der Fahrer auch Dompteur sein.

Es war eine gute, nachhaltige Lektion. The Castiron und sein Ford Mustang, Eleanor V, passen recht gut zusammen: einerseits der amerikanische Muscle Car, V8-Motor, recht leistungsstark, weit weg von einer optimalen Traktion (Gewichtsverteilung mit eher „leichten“ Hinterachse), andererseits der Mann hinter dem Lenkrad, eine Mischung aus Fahrer und Dompteur, der das Pony an der langen Leine lässt und dabei hoffentlich nie die Kontrolle verliert.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

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162 OHNE ANGST HEISST NICHT OHNE HIRN

Strassenverkehr, Motorsport und Menschen – nicht immer konfliktfrei. Heute schauen wir uns den Motorsport und dessen Wettbewerber an; einige ohne Hirn, mit einmaligen Aussetzern oder ganz einfach mit Aktionen mit der Brechstange (oft hart an der Grenze zu hirnlos). 

Ohne Hirn. Oft gibt es solche Zwischenfälle zu Beginn der ersten Runde, direkt nach dem Start; manchmal mit Kettenreaktionen, bis hin zu Massenunfällen. Schaue doch bitte das Video an: es spricht ausserordentlich deutlich für sich selbst.

Einmalige Aussetzer. Auch dies ist selten hilfreich; es gibt einen Unterschied zwischen einem Dauerzustand und einmaligen Vorkommnissen – aber in beiden Fällen kann es böse Folgen haben. Und meistens, so oder so: bei schwierigen äusseren Bedingungen spitzt sich in der Regel alles zu.

Aktionen mit der Brechstange. Dies kommt manchmal ganz nahe an hirnlos – muss aber nicht so sein. The Castiron und sein Ford Mustang, Eleanor V, der Circuit Zandvoort, die Gerade vor der „Tarzanbocht“ Rechtskurve. Ein sportlicher Kompaktwagen auf der linken Seite, Türe an Türe, gegen 200 km/h. Später Bremspunkt, Eleanor V auf der Innenseite beginnt zu tänzeln: Bremsdruck zurücknehmen, gegenlenken, Bremsdruck wieder erhöhen, gegenlenken und Bremsdruck wieder reduzieren, weiterbremsen und einlenken. Platzbedarf: aussen genügend, dank einem fairen und weitsichtigen Kontrahenten, innen etwas knapp mit Kontakt der Grünfläche. Letztlich schafften beide diesen Rechtsbogen, an dieser Stelle deutlich unter 100 km/h Kurvengeschwindigkeit. 

Glücklicherweise sind die Menschen lernfähig. Zeit und Erfahrungen helfen dabei; manchmal dauert es etwas länger, manchmal wird es bald einmal besser – hoffen wir das Beste.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

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161 ANGST IST EIN SCHLECHTER RATGEBER

Angst macht dich unsicher; wenn du unsicher bist, machst du Fehler – das gilt auch bei mangelndem Selbstbewusstsein, zuwenig Vertrauen ins Auto und in die äusseren Umstände. All das zählt: zusammengefasst heisst das, maximales Vertrauen ohne Hochmut – und keine Angst. Die Veranstaltung, das Auto und anspruchsvolle Streckenabschnitte stehen heute im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung. Heute konzentrieren wir uns primär auf Rallyes, Bergrennen und Driftwettbewerbe. Das Video sagt alles. Überhaupt kein Platz für Angst und Fehler. Rallye Sport in Extremform – es geht um Leben und Tod, vor allem für die fahrlässigen Zuschauer. Bergrennen sind ähnlich, mit etwas mehr Sicherheit für die Fans. Auch Driftwettbewerbe sind mental anspruchsvoll; wenn du Angst hast, dass du den Drift nicht richtig auslösen kannst, dass das Fahrzeug untersteuert anstatt übersteuert, dass die Linie nicht stimmt, und so weiter – dann wird es nicht so kommen wie gewünscht, sondern wie befürchtet. 

Das Auto. Walter Röhrl, der Fahrer des Autos im Video, sagte einmal: „Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschliessen.“ Das Auto im Video ist ein solches Biest. Nicht Angst, aber Respekt! Wenn du Befürchtungen hast, mit der Leistung des Fahrzeugs oder mit einem tückischen Fahrverhalten oder etwas ähnlichem nicht umgehen zu können, denke daran: Angst ist nicht hilfreich.

Anspruchsvolle Streckenabschnitte. Nürburgring Nordschleife, beispielsweise „Schwedenkreuz“ und „Fuchsröhre“; Stellen, wo für Sekundenbruchteile plötzlich das Gefühl da sein kann: nur noch Passagier, nicht mehr Pilot! Ohne Angst, mental richtig bereit, weisst du jeweils direkt vor solchen Schlüsselstellen: es kommt gut, normalerweise.

Und nochmals, was zählt: Selbstbewusstsein, Vertrauen ins Auto und in die äusseren Umstände; zusammengefasst heisst das, maximales Vertrauen ohne Hochmut – und keine Angst. Gute und unfallfreie Fahrt!

Nächste Woche: OHNE ANGST HEISST NICHT OHNE HIRN

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/alle_blogs.html?year=2016

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160 DIE ZEITEN VOR ELEANOR V 201909

Heute geht es wieder um die Zeiten vor Eleanor V, dem Ford Mustang von The Castiron. Wieder einmal werfen wir einen Blick auf einen Gebrauchtwagen – es handelt sich um einen Plymouth Barracuda S aus der Serie von 1964 – 1966 (erste Generation). Bitte beachten: es war nicht genau das Auto, das im heutigen Video gezeigt wird.

Die Autofabrik, nur ganz kurz. Da verschiedenste sportliche Kompaktwagen auf einem wachsenden Markt erschienen, wollte auch dieser Hersteller ein entsprechendes Fahrzeug lancieren. So wurde am 1. April 1964 der Barracuda als Fastback („Fliessheck“), präsentiert – wenige Tage vor dem Ford Mustang!

Das Aquarium von The Castiron. Aufgrund der Form der riesigen Heckscheibe wurde dieser gebrauchte Plymouth Barracuda S von den Freunden von The Castiron leicht ironisch, und doch liebevoll, „Aquarium“ genannt. Das Auto mit dem „S“ Ausrüstungspaket hinterliess einen bleibenden Eindruck: der V8-Motor, das manuelle 4-Gang-Getriebe und das Sperrdifferenzial sind primär zu nennen. Und: für The Castiron war es das erste Auto mit V8-Motor! 

War es auch die erste Gelegenheit schneller als 200 km/h zu fahren? Eines Tages bot sich in Deutschland die Gelegenheit: die Tachonadel kletterte über diese damals magische Grenze, doch dann folgten unschöne Geräusche aus dem Motorraum; massiver Leistungseinbruch, Stillstand, aufgrund der harten Geräusche die Diagnose Lagerschaden. 

Wieder daheim und einige lange Tage später: ein gebrauchter Motor konnte verbaut werden, das Fahrzeug war wieder einsatzbereit! Ein Freund bat um den defekten Motor und fertigte daraus eine „V8-Statue“, bestehend aus Kurbelwelle, Pleuel und Kolben – in neuem Glanz, über 40 kg, eine Zierde für jedes Wohnzimmer.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

PS   Quellennachweis: Wikipedia

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159 CIRCUIT ZANDVOORT TEIL II

Gemäss dem englischen Wikipedia ist die Stadt Zandvoort einer der namhaften Badeorte von Holland und richtete von 1952 bis 1985 den Grossen Preis der Niederlande im Rahmen der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft aus. In der Zeit danach wurde die ganze Anlage wesentlich modifiziert.

Die aktuelle Strecke: die Länge beträgt um die 4,3 km; es geht abwechslungsreich zu und her und stellt hohe Anforderungen an den Rennfahrer. Manche ziehen den Vergleich zu einer Achterbahnfahrt. Du bist jedoch Pilot, nicht Passagier.

Die Rennstrecke liegt in einem Dünengebiet, ganz nahe am Meer und bietet mehrere Schlüsselstellen. Eine davon ist der Abschnitt ab „Slotemakerbocht“, wo man sogenannt blind Richtung „Scheivlak“ unterwegs ist – es kann ein Tanz auf der Rasierklinge sein; die unebene Fahrbahnoberfläche ist dabei auch nicht gerade hilfreich.

Schaue doch bitte auch das Video an. Beeindruckende Bilder aus der guten alten Zeit – nicht immer nur gut, oft auch gefährlich.

Besonders erwähnenswert: es ist eine schöne Gegend, die dazu einlädt, einige Tage zu verweilen. Zudem wird im nächsten Jahr (2020) im Rahmen der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft wieder ein Grosser Preis der Niederlande durchgeführt – wohl eine echte Bereicherung in diesem Rennkalender.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       https://www.circuitzandvoort.nl/en/