49 NORDSCHLEIFE 1707

Vor einigen Wochen ein Trackday auf der Nordschleife, schönes Wetter, nicht zu heiss, beste Bedingungen einerseits und andererseits die Tatsache, Nordschleife ist und bleibt Nordschleife – The Castiron mit dem Ford Mustang, Eleanor V, war bereit sich den Herausforderungen zu stellen; zwei Erlebnisse sind besonders erwähnenswert. 

Die Dreifachrechts vor „Wehrseifen“, bergab, gegen 150 km/h. Normalweise fährst du dies als Einheit, ein Lenkeinschlag, ein Scheitelpunkt im zweiten Teil. Seit dem Beginn dieser Runde folgte The Castiron einem anderen Auto; ein Überholen war bis dorthin nicht möglich. Und jetzt war das weisse Auto wieder ein bisschen schneller und The Castiron war ein bisschen zu schnell: anstatt den Scheitelpunkt sauber zu treffen begann Eleanor V recht heftig zu übersteuern. In einem solchen Moment ist es ein Riesenunterschied, ob der Kurve eine Gerade folgt oder eine weitere Kurve, welche nur sehr wenig Raum zur Korrektur lässt. The Castiron reagierte mit Gegenlenken, so schnell wie möglich und so viel wie nötig und konnte die Situation meistern, um den dritten Teil der Kurve auch noch wie vorgesehen auf der Strecke zu durchfahren. 

Kurz darauf gab das vordere Fahrzeug The Castiron die Möglichkeit zu überholen, folgte diesem aber für den Rest der Runde wie ein Schatten. Schlussfolgerung: versuche nicht unter allen Umständen und in jeder Situation einem anderen Auto auf den Fersen zu bleiben – fahre so, wie es für Dich und Dein Fahrzeug passt! 

Die Gerade vor „Bergwerk“, eine andere Runde, ein anderer Mitbewerber. Der Organisator erlaubt das Überholen nur links, gemäss der deutschen Strassenverkehrsordnung. In diesem Fall war The Castiron deutlich schneller und dachte, der andere Fahrer hätte ihn gesehen. Eleanor V war mit ungefähr 160 km/h links von diesem roten Auto und es zog auf die gleiche Seite – offensichtlich hatte der Fahrer Eleanor V nicht wahrgenommen! The Castiron zog nach links, zwei Räder auf dem Grünstreifen und bremste stark ab. Der andere Fahrer erwachte und liess gerade genügend Platz für Eleanor V. 

Berühren der Leitplanke und / oder der beiden Autos konnte vermieden werden. The Castiron wusste aufgrund einer früheren Erfahrung, dass mit ABS das Bremsen in dieser Situation möglich ist – zwei Räder auf dem Asphalt, zwei auf dem Grünstreifen; dies war nun sehr hilfreich. Überholen auf der Rennstrecke links und rechts ist die bessere Variante – dies ist die Meinung von The Castiron. Schlussfolgerung: zähle nicht auf den anderen Fahrer und sei auf alles gefasst und vorbereitet, soweit möglich! 

Zu guter Letzt: unterschätze nicht die vielfältigen Herausforderungen eines solchen Tages und denke daran, es ist ein Trackday und kein Rennen, mit dem Ziel für ein gutes Ende – Fahrer und Auto in gutem Zustand, nach einem befriedigenden Tag mit vielen guten (und manchmal hochspannenden) Erfahrungen und einer Menge Spass!  

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron 

Empfehlung:       www.highspeedfotos.de

48 SPORTCARS DAY ASCONA TEIL II

Sportcars Day Ascona. Der Event-Tag, alle Autos stehen bereit auf der Piazza in Ascona! Der an die Parade anschliessende gemeinsame Ausflug nach Sonogno führte uns durch die einzigartige und langgezogene Landschaft des Verzascatals; alles umrahmt von majestätischen Bergen und den steilabfallenden Wiesen, welche unten an der bizarren Flusslandschaft der Verzasca enden.

In Sonogno angekommen erwartete uns im malerischen Dorf im Ristorante Alpino ein reichhaltiger Apéro unter rundherum aufgestellten Menschen. Auch die Rückfahrt nach Ascona vermittelte noch einmal vielseitige Eindrücke. Auf der Piazza erwartete uns bei Musik und strahlender Sonne ein feines Mittagessen – und schon bald hiess es Abschied nehmen und sich auf den Heimweg zu machen.

Gut daheim angekommen, liess ich mir alles noch einmal durch den Kopf gehen. Viele der Teilnehmer haben in ihrem Leben viel gearbeitet, lassen es sich jetzt gut gehen und leisten sich mit ihren besonderen Autos einmal einen schönen Tag unter Gleichgesinnten an einem schönen Ort. So komme ich zum Schluss, dass ich sicher wieder einmal dabei sein werde, wenn der ehemalige Autorennfahrer Jo Vonlanthen und sein Team zum Sportcars Day Ascona einlädt.

Mit meinem guten Freund The Castiron haben diese Fahrten verbunden mit der Teilnahme an diesem Event viel Zeit gegeben, uns intensiv über das gemeinsame Hobby und weitere Interessen auszutauschen. Dabei konnten wir eine wunderbare, leichte Zeit unter Gleichgesinnten verbringen. Dafür bin ich ihm zu Dank verpflichtet und hoffe, dass ich mich gelegentlich revanchieren kann.

Bitte beachten: am 17. September 2017 ist es wieder Zeit für den Sportcars Day Ascona (siehe bitte Empfehlung). Da bleiben noch ein paar Wochen Vorfreude, sei es als Zuschauer oder als Teilnehmer!

The Castiron dankt, Adriano!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://www.sportcarsday.eu/

47 SPORTCARS DAY ASCONA TEIL I

Sportcars Day Ascona. Was versteckt sich wohl hinter dieser interessant tönenden Veranstaltung im September in der Sonnenstube (Kanton Tessin) der Schweiz? Eine dieser Schicki-Micki-Veranstaltungen, wo es vorwiegend um das Sehen und Gesehen werden geht und wo man seine neuesten automobilen und femininen Errungenschaften zur Schau stellen kann? Solche Fragen gingen mir bei der Einladung von The Castiron, ihn an diesen Anlass zu begleiten, durch den Kopf. Als technikinteressierter Mensch (Strasse / Wasser / Luft) habe ich diese tolle Einladung natürlich angenommen - und meine Zusage nicht bereut. 

Doch zum Event selber. Schon die rasante Fahrt am Samstag im stark motorisierten und fahrwerklich optimierten Ford Mustang - Eleanor V - über die Passstrassen ins Tessin war ein automobiles Erlebnis für sich. Bei schönstem Wetter und untergehender Sonne konnten wir in Losone ein Abendessen geniessen und am Morgen des Event-Tages, dem Sonntag, unser sauber geputztes Fahrzeug auf der Piazza von Ascona aufstellen.

Anschliessend blieb genügend Zeit, um die schön aufgereihten Sportwagen der übrigen Teilnehmer zu begutachten, zu bewundern und sich mit den Eigentümern auszutauschen. So begann also der Sportcars Day in Ascona. 

Mehr dazu nächste Woche in Teil II.

The Castiron dankt, Adriano!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/links-de.html

46 RAD AM RING

Blogpost Nummer 46. Es ist die Zahl eines legendären Motorsportlers im Zweiradsport – es ist die Startnummer von Valentino Rossi; er ist einer der grössten in seiner Sportart. Normalerweise fährt er ein leistungsstarkes MotoGP Yamaha YZR-M1 Motorrad; im Fahrerlager benutzt er aber auch ein Fahrrad, genauer ein Haibike mit einem elektrischen Yamaha Antrieb - nicht so stark, aber stark genug für ein eBike.

The Castiron besitzt ein ähnliches Haibike mit einem Elektromotor von Yamaha. Er ist nicht so schnell auf zwei Rädern, schon gar nicht mit dem Fahrrad. Aber es gibt da eine faszinierende Kombination: der Nürburgring und der populäre Anlass Rad am Ring, einmal pro Jahr.

So kam es, dass The Castiron letztes Jahr an diesem Anlass teilnahm, in der entsprechenden Gruppe auf der Nordschleife. Der Akku fast ganz aufgeladen ging es los, Rundenzeiten in diesem Fall ungefähr eine Stunde – nicht wie sonst auf vier Rädern in der Regel unter 10 Minuten. Höchstgeschwindigkeit um die 80 km/h (Abschnitt „Fuchsröhre“) anstatt gegen 225; viel Zeit und Gelegenheit, um manche Besonderheit der Nordschleife zu studieren. Nach 3 Runden gab es keine elektrische Unterstützung mehr (welche zuvor sehr hilfreich war, besonders in Bergaufpassagen), der Akku war leer.

Nichtsdestotrotz war dies eine sehr beeindruckende und hilfreiche Erfahrung – ein weiteres Mosaikstückchen für eine saubere Vorbereitung, um einen mangelhaften Auftritt zu verhindern. Diese 3 Runden in drei Stunden ergaben ganz andere Eindrücke als ungefähr 20 Runden mit dem Auto in der gleichen Zeitspanne – und die Erkenntnis, dass ein vollgeladener Akku noch eine zusätzliche Runde möglich gemacht hätte.

Bitte beachten: am Wochenende vom 28. - 30. Juli 2017 ist es wieder soweit, Rad am Ring geht über die Bühne (siehe bitte Empfehlung)! So bleiben noch ein paar Wochen Vorfreude, sei es als Zuschauer oder als Teilnehmer, einfach so zum Vergnügen oder ernsthaft in einer Wertung.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       https://www.radamring.de/de/

45 ZITTERNDE HÄNDE

Erinnerst Du Dich an Blogpost 35 OSTERN? Eine wesentliche Aussage war über zittern vor Ehrfurcht. Heute wollen wir uns dazu mit einem andern Aspekt befassen. 

Zitternde Hände oder zittern am ganzen Körper? Zitternde Hände und zittern am ganzen Körper? Das kannst du nicht auswählen. Die Situation bestimmt das Ausmass des Zitterns (siehe bitte das Video) - sei es auf der Rennstrecke, der Strasse oder sonst im Leben.

Wenn Du das Video anschaust begegnest du verschiedenen Situationen, wo die Fahrer wahrscheinlich ins Zittern kamen; mindestens zitternde Hände, vielleicht auch zittern am ganzen Körper oder innerlich. Welche Erfahrungen kannst Du mit uns teilen?

The Castiron möchte gerne eine mit Euch teilen. Um die Rennlizenz für Tourenwagen zu bekommen musste er mehrere Lizenzkurse absolvieren. Frühjahr in Deutschland, die alte Formel 1 Strecke in Hockenheim (6,8 km) mit den beiden schnellen Schikanen; es war Frühling – auf dem Asphalt, aber daneben lag noch Schnee und es war kalt. In der zweiten Schikane war The Castiron nicht sauber auf der richtigen Linie unterwegs, kam von der Strecke ab und das Auto prallte in die Leitplanke – der Schnee auf der Grasfläche zwischen Strecke und Leitplanke war dabei auch nicht sehr hilfreich.

Ob The Castiron zitternde Hände hatte oder nicht, weiss er heute nicht mehr – lang, lang ist es her. Aber er weiss noch heute: er ärgerte sich über den Fahrfehler und das beschädigte Auto. Und über dem allem waren diese beiden Tage nicht von Erfolg gekrönt.

Die Meinung von The Castiron: im Besonderen ist es hilfreich, sich den physikalischen Gesetzen zu unterordnen, im Allgemeinen ist Ehrerbietung gegenüber Jesus Christus eine gute Lebensgrundlage.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:     http://thecastiron.ch/de/kommentare.html

 

PS.   Sieger des 24 Stunden Rennen von Le Mans, 17. / 18. Juni 2017: Timo Bernhard, Brendon Hartley, Earl Bamber, Porsche 919 Hybrid (nach 6 Stunden: 54. Timo Bernhard, Brendon Hartley, Earl Bamber - UM ALS ERSTER ANZUKOMMEN MUSST DU ERST EINMAL ANKOMMEN) ...

 

 

44 VORSCHAU 24 STUNDEN RENNEN LE MANS 2017

Die 85. Auflage des 24 Stunden Rennen von Le Mans, 17. / 18. Juni 2017, FIA World Endurance Championship (WEC). Dieses Mal sollte es an Sébastien Buemi sein, der letztes Jahr so nahe am Gesamtsieg war; oder gibt es eine Überraschung, vielleicht das andere Auto von Toyota mit dem neuen Mann José-María López? Ausgleichende Gerechtigkeit, eine grosse Überraschung oder gewinnt einfach einer der Favoriten, wie beispielsweise der Vorjahressieger Neel Jani?  

Wenn wir uns die letzten drei Blogposts anschauen, bleibt eine grosse Frage: wer kommt überhaupt ins Ziel um als erster anzukommen? Heute schauen wir uns die drei vorerwähnten Fahrer an, deren Fahrerkollegen und Rennwagen. Drei Konkurrenten und dazu drei mögliche Begriffe: Hoffnung, Überraschung, Realität.

Hoffnung: Sébastien Buemi, mit Kazuki Nakajima und Anthony Davidson, Toyota TS050 Hybrid. Die Sieger der beiden ersten Rennen von Silverstone und Spa-Francorchamps. Kann der dritte Saisonsieg in Le Mans gefeiert werden? Nach der letztjährigen dramatischen Erfahrung hat dieses Team sicher viele Sympathisanten, mit der einen einzigen bestimmten Hoffnung für das Ende dieser 1440 Minuten.

Überraschung: José-María López, Toyota TS050 Hybrid. Nach seinem Unfall in Silverstone nahm López nicht am Rennen in Spa-Francorchamps teil. Da bleiben Fragezeichen, vielleicht auch für Le Mans. Wird er da wirklich starten oder wird ein anderer Fahrer neben Kamui Kobayashi und Mike Conway eingesetzt? Die kleinste Unsicherheit kann entscheidend sein, ganz besonders bei einem Rennen wie den 24 Stunden von Le Mans.

Realität: Neel Jani, mit André Lotterer und Nick Tandy, Porsche 919 Hybrid. Die glücklichen Sieger von 2016 und vielleicht auch 2017 – bis jetzt ohne ein absolutes Spitzenresultat in diesem Jahr. Oder der andere Porsche mit Timo Bernhard, Brendon Hartley, Earl Bamber? Auch wenn Porsche keines der ersten beiden Rennen gewann, diese Marke darf nie unterschätzt werden!

Zu all dem kann es natürlich auch eine Riesenüberraschung absetzen! Am Sonntag werden wir mehr wissen, nachdem die karierte Flagge geschwenkt worden ist – und nicht den kleinsten Augenblick davor.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://www.lemans.org/en

43 UM ALS ERSTER ANZUKOMMEN MUSST DU ERST EINMAL ANKOMMEN TEIL III

Der erste und der zweite Teil handelten von Erfahrungen auf der Rundstrecke. Es gibt da Ähnlichkeiten zu Driftwettbewerben, aber auch wichtige Unterschiede: ein entscheidender ist, dass du den Wettbewerb beenden kannst ohne wirklich in die Wertung aufgenommen zu werden. Ein Kriterium zum Beispiel ist, dass du einen Drift ohne Dreher hast. Ein Dreher bedeutet im Prinzip keine Wertung; manchmal gibt es doch noch einige wenige Punkte, aber du findest deinen Namen dann ganz weit unten in der Rangliste. 

The Castiron nahm an der sport auto DriftChallenge 2001 in Hockenheim teil. Es war nass, richtig nass und glatt, unregelmässig und sehr rutschig (siehe bitte das Video). Jeder hatte 3 Wertungsläufe – 3 Dreher und die Erkenntnis von The Castiron „im vierten Lauf wäre es gegangen“ beendeten seinen Auftritt. The Castiron war nicht der einzige, dem es so erging, aber das ist ein schwacher Trost. Das ist Motorsport, das ist das Leben. 

Um als Erster anzukommen musst du erst einmal ankommen; mit anderen Worten, bleib auf der Strecke, komm nicht vom Weg ab. The Castiron hofft, dass das Bewusstsein dieser Tatsache auch Dir hilft, sei es auf der Strasse oder der Rennstrecke, im Alltagsleben und als überzeugter Christ, jederzeit und überall. 

Nächste Woche ist dann der richtige Zeitpunkt gekommen um auf die 24 Stunden Rennen von Le Mans, 17. / 18. Juni 2017, FIA World Endurance Championship (WEC) vorwärts zu schauen. 

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron 

Empfehlung:       www.losungen.de