Gratis abonnieren Abo Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Per E-Mail teilen

100 HOCKENHEIM 1991

Als Motorsportbegeisterter ist sicher der Besuch eines Autorennens der höchsten Klasse, der Formel 1, ein grosses Erlebnis – ganz besonders, wenn man dazu noch die ganzen Vorbereitungen der Startaufstellung aus nächster Nähe mitverfolgen kann. So erlebt im Jahre 1991.

Durch Geschäftsbeziehungen zu einem hohen Funktionär der Formel 1 erhielt ich zwei Boxenkarten für den Besuch des GP von Deutschland. Diese Chance liess ich mir nicht nehmen. Zusammen mit meinem Bruder setzte ich mich in der Schweiz am Samstagmorgen um 05:00 Uhr auf das Motorrad – Richtung Hockenheim. Bei strahlendem Sonnenschein und pünktlich um 09:00 Uhr betraten wir die Boxen der verschiedenen Teams wie McLaren, Williams, Ferrari, Brabham, Benetton!

Dann die Piloten, die man sonst nur von Fernsehbildern oder Zeitungsfotos kennt, aus nächster Nähe beobachten: Nigel Mansell, Jean Alesi, Gerhard Berger, Ayrton Senna, Alain Prost oder Nelson Piquet bei den Vorbereitungen für das Abschlusstraining und somit die Startaufstellung des Rennens am Sonntag; mit dabei all die Funktionäre, Betreuer und die Mechaniker, welche die letzten Einstellungen an den Motoren und Fahrwerken ausführen.

Auf einmal ohrenbetäubender Lärm, der uns aus dem Staunen sofort zurückholt: das erste Triebwerk wird gestartet, das Zeittraining beginnt. Immer wieder kommen die Fahrer an die Box um weitere Verbesserungen an ihren Boliden vornehmen zu lassen. Sehr interessant sind auch die direkten EDV-Verbindungen zu den japanischen Motorenlieferanten, die es möglich machen sollen, vielleicht noch das eine oder andere PS freizusetzen.

Nach etwas mehr als einer Stunde hat dieses emsige Treiben ein Ende. Die gefahrenen Zeiten sind auf den Monitoren ersichtlich. Die Arbeitsplätze werden aufgeräumt, die Werkzeuge gereinigt und alles kommt an seinen Platz. Die verschmutzten Helme der Fahrer werden auf Hochglanz poliert und für das Rennen vorbereitet.

Zum Schluss noch einige Fakten: die Pole Position wurde von Nigel Mansell, Williams Renault, herausgefahren. Er gewann auch das Rennen am Sonntag vor seinem Teamkollegen Riccardo Patrese und Jean Alesi auf Ferrari.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Wochenende vom 27. / 28. Juli 1991 voller Emotionen und unvergesslicher Eindrücke in mein Geschichtsbuch eingegangen ist!

The Castiron dankt, Peter!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

PS.   Nächster Grosser Preis (GP) von Deutschland: 22. Juli 2018, Hockenheim

Zurück