September 2020

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215 EIN HALBES JAHRHUNDERT

Oft hängt es von einem einzelnen Menschen ab, ob bemerkenswerte Dinge möglich werden oder nicht; einer davon ist Peter Sauber, mit einer Firma im Formel 1 Geschäft, in der Schweiz – dem Land mit dem Rundstreckenverbot (seit 1955). Es ist eine lange Geschichte die 1970 recht einfach begann und sich dann über ein halbes Jahrhundert kontinuierlich entwickelte.

Werfen wir einen etwas vertieften Blick auf diese Geschichte. Gemäss der offiziellen Internetseite (siehe bitte Empfehlung) wurde die PP Sauber AG 1970 als unabhängiger Konstrukteur von offenen zweisitzigen Sportwagen in der Schweiz gegründet. Der erste Rennwagen, der Sauber C1 (das „C“ steht für den Anfangsbuchstaben des Vornamens seiner Frau Christiane), gewann 1970 die Schweizer Sportwagenmeisterschaft. Sauber wurde bald international bekannt mit dem C5, in dem Herbert Müller die Interserie-Meisterschaft gewann.

Ein grober Überblick über den weiteren Verlauf:   in den Achtzigerjahren die Ära der Gruppe C mit Sieg in Le Mans und Gewinn von Fahrer- und Herstellertitel in der Sportwagen-Weltmeisterschaft   /   1992 - 2005 als Privatteam in der Formel 1 (F1) Weltmeisterschaft   /   2006 - 2009 Formel 1, die BMW-Sauber Ära   /   2010 - 2017 werksunabhängiges Team in der Formel 1   /   2018 Alfa Romeo Sauber F1 Team   /   2019 Formel 1 Alfa Romeo Racing.

Zu den Rookies (Neueinsteigern), die ihre ersten grösseren Schritte im Motorsport bei Sauber machten, gehören die Rennfahrer Michael Schumacher, Kimi Räikkönen, Felipe Massa, Robert Kubica (Sieger Grosser Preis von Kanada 2008 mit BMW-Sauber), Sebastian Vettel, Kamui Kobayashi, Sergio Perez und Charles Leclerc, um nur einige ganz wenige zu nennen.

Seien es Berichte in den Medien oder Gespräche von The Castiron mit Leuten aus der Welt des Motorsports: immer kamen Peter Sauber und sein Rennstall gut weg, Anerkennung und Respekt kamen dabei oft zum Ausdruck – eine Seltenheit im Haifischbecken des Rennsports.    

The Castiron zieht den Hut vor seinem Landsmann Peter Sauber und seinem Team, für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Auch wenn es oft primär von einem Menschen abhängt, geht es nur zusammen – in diesem Sinne alles Gute auch weiterhin!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       https://www.sauber-group.com/de/

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214 GEIZ IST ÜBEL

Ist eine Erklärung nötig? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Heute verbinden wir dieses Thema mit dem Menschen und dem Auto – nicht ein allgemeiner breiter Ansatz.

Reifen, Bremsen, Stossdämpfer, um nur einige wenige zu nennen: ein sehr breites Preisspektrum – und riesige Qualitätsunterschiede. Gut aussehende Reifen, billig vs. eher teurere renommierte Markenprodukte: oft riesige Unterschiede, vor allem bezüglich Sicherheit und Verschleissverhalten. Bremsen: im grossen und ganzen dasselbe. Stossdämpfer: auch in diesem Bereich bekommst du das, wofür du bezahlst; das gleiche Stichwort, renommierte Hersteller – Kosten, Qualität, Sicherheit. Kurz: preiswert (das Geld wert)!

Für alle, die etwas mehr dazu wissen möchten: The Castiron lädt Euch zu einem kleinen Rückblick ein: Reifen (Blogposts 21, 22, 82), Bremsen (88), Stossdämpfer (166). So oder so, Geiz ist unnütz – im Speziellen wie im Allgemeinen, für Dich und für andere. Und zum heutigen Bild: niemand wünscht sich, dass die Fahrt nicht so ausgeht, wie man möchte.

Oder, in anderen Worten, wie einmal jemand gesagt hat: „Teuer kaufen, einmal weinen – billig kaufen, mehrmals weinen.“ Billig kaufen hat oft Konsequenzen: wer billig kauft, kauft meist doppelt oder mehrmals und im Extremfall kann es dazu auch noch lebensgefährlich werden. Eine gute und erfolgreiche Fahrt, sei es auf der Strasse, sei es auf der Rennstrecke!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/alle_blogs.html?year=2016

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213 NORDSCHLEIFE 202009

Vieles hat seine Ordnung: Frühling, Sommer, Herbst und Winter – einerseits eine Tatsache, andererseits die Nordschleife mit all ihren Überraschungen. Heute geht es um die Perspektive im Sommer – eine Gegenüberstellung basierend auf zwei Extremen.

Wie der Fahrer im Video war The Castiron schon mit vielen verschiedenen Autos auf der Nordschleife, die auch ganz unterschiedlich bereift waren. Auch im Sommer bist Du mit einer breiten Palette von äusseren Bedingungen konfrontiert – ganz besonders im Bereich der Temperaturen, nebst allem anderen, was die Nordschleife sonst noch so bereit hält. In diesem Jahr war es ein Trackday mit Temperaturen näher beim Gefrierpunkt als bei sommerlich (kombiniert mit Regen und einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent); im letzten Jahr ein Trackday an einem richtig heissen Tag – beide im Juli! 

So oder so ist es anspruchsvoll. Kurz: kühl und nass bedeutet hohe Anforderungen, welche schon in verschiedenen Blogpost beschrieben worden sind – es ist richtig anspruchsvoll, insbesondere bezüglich Streckenkenntnis und Wissen um die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche; an heissen Tagen sind Pausen, vor allem Getränkepausen, extrem wichtig, soweit dies möglich ist. Und: manchmal erlebst Du eine spannende Kombination, wenn offensichtlich gutes Wetter und plötzlich nasse Streckenabschnitte zusammenkommen, aufgrund von partiellen Regenschauern oder sogar Gewittern.

Nordschleife ist und bleibt Nordschleife! Halte Dir vor Augen: unterschätze nicht die vielschichtigen Herausforderungen dieser Strecke und sei Dir bewusst, dass auch das beste Sommerwetter die Sache nicht einfach macht. Werde nicht übermütig, sei aufmerksam – gute und erfolgreiche Fahrt, auf der Strasse und auf der Rennstrecke.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/links-de.html

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212 ZUFÄLLIGE UNFÄLLE

Ist das so, oder nicht? Es ist nicht so – über 4 Jahre nach dem ersten Blogpost ist es angebracht, dieses Thema etwas näher anzuschauen; es ist nicht einfach. Etliche Blogposts befassten sich damit und zwar mit einer grossen Bandbreite: von geringfügigen Unfällen bis hin zur Katastrophe in Le Mans im Jahr 1955 (siehe bitte am Ende „Retrospektive“). Unfälle sind nicht Zufälle, geschehen nicht zufällig.   

Auch The Castiron wurde nicht von Unfällen mit dem Auto verschont, auf der Rennstrecke und auf der Strasse; Gott sei Dank blieb er bis heute dabei immer unverletzt! Jeder Rückblick, jede Analyse ergab: der Unfall geschah nicht zufällig.

Mögliche Unfallursachen, um nur ein paar wesentliche zu nennen: Ablenkung, Unaufmerksamkeit, Überschätzen der eigenen Fahrkünste, Mangel an Fahrkönnen und Fahrzeugbeherrschung – letztendlich ist es praktisch immer menschliches Versagen, auch bei eher seltenen Materialdefekten (ebenso da sind es Leute, die das Material hergestellt haben), auch unter schwierigen äussern Faktoren (wie etwa das Wetter, prekäre Strassenverhältnisse, schwer einzuschätzende Bedingungen auf Rennstrecken).  

Nicht das erste Mal die Schlussfolgerung: Teilnahme an Fahrertrainings ist extrem hilfreich und von grossem Nutzen – unter Umständen lebensrettend! Letzteres ist nicht garantiert, aber Du hast in diesem Leben hier nie volle Garantien in Sachen Leben und Tod. Sei aufmerksam und demütig – gute und erfolgreiche Fahrt, sei es auf der Strasse, sei es auf der Rennstrecke.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/instruktor.html

 

Retrospektive (Auszug)

12 NORDSCHLEIFE BERGWERK 1976   Niki Lauda    

45 ZITTERNDE HÄNDE   The Castiron     

60 NORDSCHLEIFE 201710   The Castiron    

61 MERDE   Sébastien Buemi     

86 JIM CLARK 1968     

112 NICHT HUNDERT NUR NEUNUNDNEUNZIG   François Cevert     

120 PAUL WALKER 2013     

121 DEMÜTIG   The Castiron     

127 FAHRER DES JAHRES 2018   Sebastian Vettel     

139 STEFAN BELLOF 1984     

141 JO SIFFERT -  DAS CHECKBUCH     

155 GERHARD MITTER 1969     

156 DER UNZERSTÖRBARE   Clay Regazzoni     

171 DRAMATISCH ÜBERSCHATTET     

195 ZIGARREN HERBIE   Herbert Müller     

202 LE MANS 1955     

208 AUF DEM DACH   The Castiron