Mai 2020

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198 NORDSCHLEIFE 202005

Vieles hat seine Ordnung: Frühling, Sommer, Herbst und Winter – einerseits eine Tatsache, andererseits die Nordschleife mit all ihren Überraschungen. Heute geht es um die Perspektive im Frühjahr – ein Überblick basierend auf entsprechenden gewonnen Erfahrungen der letzten Jahrzehnte.

The Castiron war mit vielen verschiedenen Autos auf der Nordschleife, die auch ganz unterschiedlich bereift waren. Im Frühling bist Du manchmal mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, oft nicht ganz unerwartet.

Starker, normaler oder leichter Regen (bei tiefen Aussentemperaturen auch an der Grenze zu Schneefall) mit einer nassen oder feuchten Fahrbahnoberfläche, als Variante eine Kombination aus trocken, feucht und nass; zu dem allem bietet sich im Frühjahr noch die Möglichkeit, die Verhältnisse von Blütenstaub und Feuchtigkeit zu erfahren (siehe bitte Blogpost 137) und die tiefstehende Sonne am Morgen und am späten Nachmittag gibt es je nach dem noch als Zugabe.  

April, April – macht was er will; diese Redensart bedeutet in der Praxis dramatische Wechsel in den äusseren Bedingungen von einem Moment auf den andern. So können derartige Überraschungen für jeden Fahrer manchmal unvermittelt zu Notsituationen führen.

The Castiron fährt gerne unter schwierigen, teilweise extremen Bedingungen; wenn aber die Nordschleife bei Nässe und unvorhersehbaren Verhältnissen und ein leistungsfähiges Fahrzeug, wie sein Ford Mustang, Eleanor V, zusammenkommen, sieht es anders aus: das notwendige gute Gefühl beginnt zu bröckeln. Dann dominiert ein Fakt: es ist nicht mehr richtig kalkulierbar und das Fahrgefühl kann beispielsweise in die Richtung gehen, wie es auf einer schneebedeckten Fahrbahn aufkommt.

Nordschleife ist und bleibt Nordschleife! Halte Dir vor Augen: unterschätze nicht die vielschichtigen Herausforderungen dieser Strecke und sei Dir bewusst, dass das Wetter in dieser Gegend und all die damit verbundenen Faktoren die Sache nicht einfacher machen. Rechne mit allem – gute und erfolgreiche Fahrt, sei es auf der Strasse, sei es auf der Rennstrecke.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/links-de.html

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197 MILLE MIGLIA TEIL II

Vor einem Vierteljahrhundert bot sich The Castiron die einmalige Gelegenheit an der Mille Miglia 1995 teilzunehmen – als Beifahrer eines deutschen Adeligen. Das Auto stammte aus den späten Dreissigerjahren, aus der Sammlung eines renommierten deutschen Fahrzeugherstellers.

Diese Tage in Italien sind eigentlich gar nicht zu beschreiben. Trotzdem einige Schlagworte: Werksunterstützung, ein guter Teamgeist über allem, speziell zwischen Fahrer und Beifahrer und unzählige unvergessliche Eindrücke – Menschen und Maschinen, die Strecke und die Umgebung, über allem jedoch die begeisterte Menschenmenge von jung bis alt.

Und noch einige Fakten: obschon die beiden Neulinge in dieser mehrtägigen Gleichmässigkeitsfahrt waren, konnten Sie eine Etappe gewinnen und platzierten sich im Gesamtklassement im vordersten Drittel aller Autos die ins Ziel kamen. Sie brachten das ihnen anvertraute Fahrzeug so nach Brescia zurück wie sie es einige Tage vorher in Empfang genommen hatten – kein Unfall, keine Schäden, keine technische Defekte, alles bestens. Für The Castiron war all dies auch ein Geschenk von Gott dem himmlischen Vater.

Weniger Worte, mehr Bilder – bitte schaue es Dir an. Wiederum: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Nicht einmal mehrere tausend Worte können dieses Abenteuer, diese Erfahrung wirklich beschreiben.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.1000miglia.it/?lang=en

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196 MILLE MIGLIA TEIL I

Gemäss Wikipedia war die Mille Miglia ein Strassenrennen, das in Italien von 1927 bis 1957 stattfand – von 1953 bis 1957 im Rahmen der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Mille Miglia bedeutet tausend Meilen – ein Synonym für die Langstreckendistanz von ungefähr 1600 km, was mindestens gute zehn Stunden im Auto bedeutet, oder oft auch deutlich mehr. 

Im Jahre 1955 stellten Sterling Moss und Denis Jenkinson mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 157,65 km den absoluten Rekord auf. Jenkinson gab Moss während dem Rennen mit Handzeichen Fahranweisungen; dies war gewiss sehr hilfreich, doch war das herausragende Fahrkönnen von Moss letztlich wohl der ausschlaggebende Faktor.

Das Rennen in der ursprünglichen Form wurde 1957 das letzte Mal durchgeführt, da es immer wieder Unfälle gab; einer der gravierendsten im italienischen  Motorsport geschah in diesem Jahr, als ein Team einen fälligen Reifenwechsel hinauszögerte und dann der Reifendefekt während dem Rennen zu einem Unfall führte, wo Fahrer und Beifahrer und neun Zuschauer den Tod fanden.

Seit 1977 gibt es die Mille Miglia wieder, nun als Gleichmässigkeitsfahrt; die Teilnahme ist nur mit Fahrzeugtypen möglich, welche auch an den Rennen von 1927 bis 1957 dabei waren. Die Streckenführung ist ähnlich wie früher, Start und Ziel sind nach wie vor in der Stadt Brescia.

Weniger Worte, mehr Bilder (aus der näheren Vergangenheit) – bitte schaue es Dir an; ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Nächste Woche im Teil II stehen ein Adliger und The Castiron im Mittelpunkt, als Fahrer und Beifahrer an der Mille Miglia 1995 – dies vor einem Vierteljahrhundert.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

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195 ZIGARREN HERBIE

Heute steht ein weiterer Held der Vergangenheit im Fokus, Herbert Müller, auch bekannt als „Stumpe Herbie“ (11. Mai 1940 – 24. Mai 1981). Der Blogpost ist diesem Schweizer Sportsmann gewidmet, dessen Markenzeichen die Zigarre (schweizerdeutsch auch: „Stumpe“) war. Deshalb auch der Name: der Zigarren Herbie (in der Schweiz: „d’r Stumpe Herbie“). Er wäre jetzt dann 80 Jahre alt geworden.

So lustig und locker der Spitzname tönt, so entsetzlich ist die Art und Weise, wie er sterben musste. Dies ist die extrem traurige und erschütternde Geschichte von Feuerunfällen und dem Rennfahrer Herbert Müller, vom Motorsport, vom Nürburgring – nur soviel wie nötig, nicht soviel wie möglich. Schwierig, die richtigen Worte zu finden.

Kurz etwas zum heutigen Video: dieser letzte Unfall war nicht seine erste Begegnung mit dem Feuer im Rennsport. Schon 1972 hatte er einen Feuerunfall, konnte sich selber befreien (wird am Ende des Videos gezeigt), rannte als lebende Fackel zu den Streckenposten, die das Feuer löschten – der gleiche Rennfahrer, derselbe Schauplatz.

Jahre nach dem 24. Mai 1981 traf The Castiron einen Mann, der damals als Zuschauer Augenzeuge dieser unfassbaren Tragödie gewesen war. Eine tiefe Betroffenheit war ihm immer noch anzumerken und ein Punkt war besonders qualvoll: er sagte, die Zuschauer hätten Herbert Müller im Fahrzeug schreien hören, bis er das Bewusstsein verloren habe.

Dieses eine letzte Mal konnte sich Herbert Müller nicht selber befreien. All das ruft beklemmende Gefühle hervor und führt auf tragische Weise vor Augen, wie vergänglich das Leben hier auf Erden ist.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://www.herbertmueller.ch/

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194 VERGÄNGLICH

Wir sind in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten – eine gute Gelegenheit für wieder einmal einiges aus der Sicht des Pastors. Vergänglich: ein umfassender Begriff, für unseren Besitz, für unser ganzes Leben; in der Bibel gibt es dazu aufschlussreiche Aussagen.

Prediger 1 Vers 14: „Ich sah alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und siehe, es war alles eitel und Haschen nach Wind.“   Von dieser Ausgangslage geht es weiter, alles erwähnenswert und eigentlich bekannt und für uns Menschen unausweichlich.  

Pred. 1, 17: „... Weisheit ... Tollheit und Torheit ...“   /   Pred. 2, 17: „... denn es war mir zuwider, was unter der Sonne geschieht ...“   /   Pred. 2, 26: „... dass er sammle und häufe ...“   /   Pred. 4, 4: „... sah alles Mühen und alles geschickte Tun. Da ist nur Neid des einen auf den andern ...“   /   Pred. 6, 9: „... Es ist besser, zu gebrauchen, was vor Augen ist, als nach anderm zu verlangen. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind.“   Letztlich, zusammengefasst: alles vergänglich.

Dieses Bewusstsein sollte für The Castiron ein ständiger Begleiter sein, auch für Dich – leichter gesagt als umgesetzt. Es ist eine Tatsache, manchmal eine ganz einschneidende: vergänglich kann auch heissen, dass man im Leben vor Tatsachen gestellt wird, welche manchmal extrem schmerzlich sein können.

Nächste Woche wirst Du dazu mit der schockierenden Tragweite konfrontiert werden, aus dem wirklichen Leben des Motorsports.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       https://www.bibleserver.com/LUT/Lukas12%2C16-21

PS   Quellennachweis Grundgedanken:   Lebendig! VOM GEHEIMNIS MÜNDIGEN CHRISTSEINS    von Michael Herbst   SCM Hänssler