Februar 2020

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185 VOR LANGER ZEIT 202002

Du erinnerst Dich an Blogpost 65 – die Geschichte des ersten Treffens von The Castiron und der Nürburgring Nordschleife? Es war der Anfang einer grossen und andauernden Liebe. Dazu die Erkenntnis und die eigene Erfahrung, dass diese Strecke für Fahrer und Fahrzeug einen der grössten Härtetests darstellt, vielleicht sogar den ultimativen.

Aus Schaden wird man klug, auch darum geht es – und zwar für diejenigen, welche an diesem Ort testen und fahren, auch für The Castiron und alle anderen. Vor geraumer Zeit nahm er an einem Trackday teil, mit der sportlichen deutschen Limousine aus Blogpost 58, kurz davor als Gebrauchtwagen gekauft.

Am Abend vorher: die Strecke offen für den Touristenverkehr und nicht allzu viel los; eine gute Gelegenheit für einige zusätzliche Runden! Alles bestens, das Auto ohne jegliche Probleme. Und darauf am anderen Tag der Trackday, bei nach wie vor guten äusseren Bedingungen.

Der Tag beginnt, wie derjenige davor endete. Plötzlich aber: polternde Geräusche von der Hinterradaufhängung her, es tönt nicht gut! Weiterfahren wäre wohl nicht so eine gute Idee – wahrscheinlich sind die Gummilager an der Hinterachse ausgeschlagen (und ja, es war genau dieser Defekt). Aufhören vor dem Mittag anstatt wie vorgesehen erst gegen Abend.

Rennstrecken im Allgemeinen, Nordschleife im Speziellen: auch wenn Dein Fahrzeug den Anforderungen des Alltags problemlos zu genügen scheint, deckt diese Strecke Schwachstellen schonungslos auf. Deshalb, vergiss nicht: ungewöhnliche Rückmeldungen vom Fahrzeug einfach ignorieren ist nicht empfehlenswert; auch da sind wachsame Fahrer gefragt!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

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184 HELM VERLOREN

Der heutige Beitrag ist nicht ein Augenzeugenbericht, doch war The Castiron bei diesem Erlebnis zur selben Zeit am selben Ort. Er nahm mit einem Freund, Herbert, an einem Kurs zum Erlangen einer Rennlizenz auf dem alten langen Hockenheimring (siehe bitte das Video) teil.

Verschiedene Teilnehmergruppen, eingeteilt anhand der Fahrzeuge, in verschiedenen Sektionen auf der Rennstrecke: das die Ausgangslage. Da Herbert und The Castiron mit ziemlich unterschiedlichen Serientourenwagen vor Ort sind, fahren sie nicht in der gleichen Gruppe. Konkret, im heutigen Kontext: Herbert in der „Ostkurve“ und The Castiron in einer anderen Sektion.

Die Gruppe mit The Castiron macht eine kurze Pause und plötzlich eine inoffizielle Meldung: Unfall in der „Ostkurve“, mehrfacher Überschlag, der Fahrer hat den Helm verloren. Erste Gedanken: die Gruppe mit Herbert, ist er das? Wahrscheinlich nicht. Diese Kurve ist eine der schnellsten auf den Rennstrecken Europas, das könnte ein ganz schwerwiegender Unfall sein.

Es ist Herbert. Sein Auto hat Totalschaden, sein Helm liegt irgendwo im Fussraum mit immer noch befestigtem Kinnriemen. Herbert selbst ist wie durch ein Wunder unverletzt. Dabei darf man nicht vergessen: Kurvengeschwindigkeit von über 160 km/h, an dieser Stelle meistens absolut oder beinahe Vollgas, je nach Fahrzeug und äusseren Bedingungen.

Wieder einmal: Helm in der passenden Grösse korrekt auf dem Kopf, mit straff geschlossenem Kinnriemen, mit maximal einer Fingerbreite Platz zwischen Kinn und Riemen! Und: gute und erfolgreiche Fahrt, sei es auf der Rennstrecke, sei es auf der Strasse.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/kommentare.html

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183 SACHSENRING TEIL II

Heute komplettieren wir den Überblick über die klassischen deutschen Rennstrecken – die grossen Drei: Nürburgring (als ständiger, regelmässiger Begleiter der Blogposts), Hockenheimring, Sachsenring – alle mit einer langen illustren Geschichte.

Der Sachsenring liegt bei Hohenstein-Ernstthal und bietet, nebst anderem, einen ganz herausragenden Anlass: der Motorrad Grand Prix Deutschland im Rahmen der FIM Weltmeisterschaft, dieses Jahr vom 19. – 21. Juni 2020; besuche doch diesen Anlass, mit spannenden Rennen und all den furchtlosen Rennfahrern! 

Gemäss Wikipedia wurde das erste Rennen 1927 auf öffentlichen Strassen durchgeführt. Von 1961 bis 1972 fand der Grosse Preis von Ostdeutschland für Motorräder statt. Die schnellste Runde fuhr der 15-fache Weltmeister Giacomo Agostini auf einer MV Agusta mit fast 180 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

Die Entwicklung dieses Landesteils nach der Wiedervereinigung von Deutschland umfasste in den Neunzigerjahren auch den Bau einer kürzeren Strecke, um dem nationalen und internationalen Motorsport (Motorrad- und Autorennsport) eine Plattform zu bieten. Der Motorrad Grand Prix Deutschland wartet immer wieder mit beeindruckenden Zahlen auf: eine Zuschauerzahl von über 200'000 ist keine Seltenheit.

Die aktuelle Strecke: die Länge beträgt knapp 3,7 km. Gefälle von bis zu 12.8 Prozent und Steigungen bis zu 10 Prozent bieten eine spannende Aufgabe für jeden Rennfahrer. Es gibt 10 Links- und 4 Rechtskurven (siehe bitte die Empfehlung) und es wird im Gegenuhrzeigersinn gefahren

Zu guter Letzt: es ist eine schöne und interessante Gegend, die dazu einlädt, einige Tage zu verweilen.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       https://www.sachsenring-circuit.com/

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182 SACHSENRING TEIL I

Sachsenring, weit weg von zuhause – mit dem Auto eine knappe Tagesreise und recht geschichtsträchtig. Das wusste The Castiron von dieser Rennstrecke, bevor er vor geraumer Zeit das erste Mal dort war.

The Castiron war an diesem Ort als auszubildender Instruktor im Einsatz. Die Fahrzeuge: sportliche deutsche 2-türige Coupés mit 6-Zylinder-Reihenmotor, Schaltgetriebe und Hinterradantrieb – in jeder Hinsicht mehr als ausreichend, für die Instruktoren (auch die auszubildenden) und Teilnehmer! 

Die starken Autos und die Rennstrecke mit allen Einrichtungen passten gut zusammen. Zwei Personen in jedem Auto, in einem davon: Frank, auch in der Ausbildung, hinter dem Lenkrad und The Castiron neben ihm auf dem heissen Sitz. Dann eine Situation, wie sie immer wieder vorkommen kann, gerade auch auf der Rennstrecke: eine Kurvenkombination abwärts, konkret die anspruchsvolle Streckenstelle „Omega“ und in diesem Fall dazu noch eine etwas optimistisch gewählte Kurvengeschwindigkeit.

Also Gas weg, aber nun wird das Auto hinten leicht und beginnt zu übersteuern; Frank bleibt äusserlich gemütlich und entspannt – vielleicht etwas zu sehr? Ja, die Situation spitzt sich zu! The Castiron sagt: Bremsen! Frank ist nun am Gegenlenken, scheinbar immer noch gemütlich und entspannt. Die Chancen für ein Happyend schwinden jedoch rapide. The Castiron ruft nun: Bremsen! Und Frank bremst, macht das Maximum – und das Auto kommt mit der Front knapp vor der Leitplanke zum Stillstand. Einander anschauen, durchatmen, weiter fahren.

Für beide, Frank und The Castiron, waren die Erfahrungen auf dem Sachsenring ein weiterer Schritt auf ihrem Weg der Ausbildung zum Instruktor, welchen sie dann auch erfolgreich abschlossen.

Teil II wird Dir den Sachsenring etwas näher bringen.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/instruktor.html