Dezember 2019

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176 SCHATZKISTE 201912

Grundlegendes ist unter anderem schon in den Blogposts SCHATZKISTE behandelt worden, jeweils zum Jahresende. Heute stellen wir uns einem ganz besonderen Thema, der „Notschlachtung“ – ja ganz genau, richtig gelesen!

Der Begriff „Notschlachtung“ wird im Motorsport sinnbildlich gebraucht. Es geht darum, dass in einer spezifischen schwierigen Situation eine ganz bestimmte Sofortmassnahme getroffen werden muss.

Die Situation: ein Dreher des Autos ist nicht mehr zu vermeiden, Du bist mehr Passagier als Pilot; wirklich? Deine Reaktion ist der Tritt auf das Bremspedal, im richtigen Moment und dies möglichst sofort – so schnell und so kräftig wie möglich. Ausgeführt auf den richtigen Punkt ergibt das recht gute Perspektiven.

Das Resultat der „Notschlachtung“ mit einem Auto ohne ABS (im Motorsport gar nicht so selten): das Auto bewegt sich weiter in dieselbe Richtung wie unmittelbar vorher, als die 4 Räder noch nicht blockierten. Die Geschwindigkeit nimmt ab, vielleicht hast Du das Auto schon wieder komplett unter Kontrolle bevor es still steht, oder Du bremst bis zum Stillstand; oder der unvermeidbare Unfall ist nicht allzu schwer weil die Geschwindigkeit beim Aufprall weniger hoch ist.

Ein Auto mit ABS: es ist nicht möglich die Räder komplett zu blockieren. In diesem Fall ist alles viel schwieriger einzuschätzen; es ist wenig berechenbar, weil die sich immer noch ganz wenig drehenden Räder die Bewegung des Fahrzeuges auch noch beeinflussen. Wirklich realistisch: Geschwindigkeit abbauen und dazu alles in etwa so, wie bereits beschrieben.

Über allem: für eine richtige „Notschlachtung“ braucht es ein Auto ohne ABS. So oder so ist dies nicht das einfachste Thema, sondern eines von denen, wo in Sekundenbruchteilen die entsprechende Entscheidung getroffen und umgesetzt werden muss – und zwar richtig!

Nach der Fahrt ist vor der nächsten Fahrt. Wiederum: bitte den Sicherheitsgurt anlegen, so dass er satt am Körper anliegt und den Motor starten – bereit zur Abfahrt. Gute und unfallfreie Fahrt!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:      http://thecastiron.ch/de/links-de.html

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175 WEIHNACHT 201912

Stille Nacht. The Castiron möchte einige Worte aus diesem Weihnachtslied mit Euch teilen. Hier zwei Strophen des Liedes, welches 1818 von Franz Xaver Gruber (Melodie) und Joseph Mohr (Text) erstmals in Oberndorf bei Salzburg aufgeführt wurde.

Stille Nacht! Heilige Nacht! Die der Welt Heil gebracht, Aus des Himmels goldenen Höh’n, uns der Gnade Fülle lässt seh’n. Christ in deiner Geburt, Christ in deiner Geburt.

Stille Nacht! Heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht. Durch der Engel Halleluja. Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter ist da, Christ, der Retter ist da!

Für alle, die noch etwas mehr wissen möchten: The Castiron lädt Euch ein, in der Bibel Lukas 2 zu lesen (siehe bitte Empfehlung).

Christ, der Retter ist da. Fröhliche Weihnacht!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Herzlichen Dank an alle, die das Video möglich gemacht haben!

Empfehlung:       https://www.bibleserver.com/text/LUT84/Lukas2

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174 GRAND PRIX SUISSE 1952 – JEAN BEHRA

Dies ist die seltsame und schier unglaubliche Geschichte von Jean Behra und dem Grand Prix Suisse 1952. Jean Behra war ein französicher Rennfahrer, welcher auch an der Formel 1 (F1) Weltmeisterschaft teilnahm.

Die Woche direkt vor dem Grand Prix Suisse 1952: das Team von Jean Behra ist in finanziellen Schwierigkeiten und deshalb ist es nicht möglich, an den Trainings am Donnerstag und Freitag dabei zu sein. Es wird zu einem unkonventionellen Lösungsansatz gegriffen: letztlich hilfreich und mit einem recht erfolgreichen Ende.

Jean Behra fährt seinen Rennwagen vom Typ Gordini T16 (das heutige Video zeigt diese Art Fahrzeuge) von Paris in Frankreich nach Bern in die Schweiz (eine Reise von ungefähr 600 km). Dabei nimmt er noch die nötigen Abstimmungsarbeiten vor – all dies auf öffentlichen Strassen, am Tag vor dem Rennen. 

Während dem Rennen verliert der Gordini von Behra den Auspuff. Das einzige Ersatzteil ist ebenfalls am Rennen beteiligt: von einem anderen Gordini wird der Auspuff demontiert und beim Fahrzeug von Behra montiert. Das verrückte Wochenende im Mai 1952 nimmt darauf doch noch ein versöhnliches Ende, Rennergebnis Podestplätze: 1. Piero Taruffi, Italien, Ferrari   /   2. Rudolf Fischer, Schweiz, Ferrari   /   3. Jean Behra, Frankreich, Gordini – nicht so schlecht, unter all diesen Umständen!

Und noch ganz zum Schluss und dies leider teilweise im wahrsten Sinn des Wortes: beim Grand Prix von 1954 gehörte Behra dann zu den Ausgeschiedenen; doch erhielten auch diese Fahrer einen ganz besonderen Preis – einen Viertel Emmentaler Käse, ein köstliches und schweres Geschenk! Niemand ging davon aus oder wusste, dass zu diesem Zeitpunkt der letzte Grand Prix Suisse auf dem Bremgarten Rundkurs in Bern stattgefunden hatte.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de

PS   Quellennachweis: Grand Prix Suisse 1934-54 Bern im Rennfieber von Marc Höchner, Nora Mathys, Severin Rüegg, Lisa Schlittler, Oliver Schneider

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173 SCHUTZENGEL JOHN

Nein, es war nicht in Dallas, so wie im heutigen Video. Es war in der Schweiz, im Kanton Graubünden: Berge, Pässe, Tunnel – aber es war dieselbe Hupe, in einer deutschen Limousine. Diese gehörte John, einem Freund von The Castiron. Die beiden machten Urlaub und erfreuten sich auch am Klang und der Melodie von La Cucaracha. Ja, ganz genau, das Kind im Manne.

All dies ist schon einige Zeit her. Autos waren nicht so zuverlässig und sicher wie heute. Die Limousine gab unterwegs den Geist auf – defektes Differenzial, kein Vortrieb mehr. John entschloss sich kurzerhand das Auto dort einer Werkstatt zu überlassen. Was blieb: zwei Personen mit Gepäck, einige Stunden weg von Zuhause.

The Castiron ruft seinen Bruder an, fragt ihn um Hilfe. Dieser kommt noch am gleichen Abend, zusammen mit seiner Freundin, mit einem italienischen Kompaktwagen. Die Situation: ein kleines Auto, vier Personen und Gepäck. Letztlich ist doch alles im Fahrzeug drin, die Heimfahrt beginnt.

Einige Stunden später geht die Fahrt durch eine Stadt, immer noch der Bruder hinter dem Lenkrad. Um die 60 km/h, tiefe Dunkelheit, praktisch kein Verkehr. Plötzlich ruft John: „pass auf“ – ein geparkter LKW-Anhänger im Lichtkegel! Der Bruder kann den Unfall gerade noch vermeiden, im letzten Augenblick. Nichts geschehen; andererseits hätte ein Aufprall auf dieses Hindernis mit diesem Kompaktauto fatale Folgen gehabt.

Nenne es Schutzengel oder was auch immer. Frühere Blogposts und insbesondere die Lebenserfahrung zeigen: viele Dinge haben wir nicht in unserer Hand. Und: oft ist es ein schmaler Grat zwischen Glück und Unglück.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       http://thecastiron.ch/de/pastor-de.html