April 2018

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89 NÜRBURGRING 1978 FORMEL 2

Dieser Blogpost basiert auf einem Bericht von Alex Dias Ribeiro aus erster Hand, anlässlich des SRS Motorsportwochendes im Januar 2018 in Deutschland. Es ist die Geschichte eines der spannendsten Rennen dieser vergangenen Epoche, des Internationalen ADAC-Eifelrennens zur Formel 2 Europameisterschaft auf dem Nürburgring; es war vor 40 Jahren, Ende April 1978. Alex sagte dazu: „Das Rennen meines Lebens.“

Im Ausblick auf das Rennen über 9 Runden mit einer Dauer von über einer Stunde hatte Alex am Morgen eine innere Gewissheit, dass er dieses Rennen gewinnen würde. So beauftragte er ein Teammitglied, seine Mütze mit der Aufschrift „Jesus Saves“ schon mal beim Podest hinzulegen. Er machte dies aufgrund seines christlichen Glaubens und nicht aus einer arroganten Haltung heraus.

Vom Anfang bis zum Ende war es ein hochdramatisches Rennen. Alex ging gleich nach dem Start in Führung und konnte diese bis über die Rennhälfte hinaus verteidigen. Auch wenn der Druck der anderen Fahrer sehr gross war, konnte er sich stets unter den ersten Drei behaupten. In der letzten Runde kämpften Alex und Eddie Cheever um den Sieg; sie erreichten mit ungefähr 280 km/h die letzten Kurven, Seite an Seite, Rad an Rad.

Normalerweise passt bei dieser Geschwindigkeit nur ein Auto durch diese Kurvenkombination, nicht zwei nebeneinander. Alex wusste dies und betete: „Herr, bitte nimm meinen Geist auf“ – weil er wusste, dass es in den nächsten Sekunden zu einem fatalen Unfall kommen könnte. Beide blieben nebeneinander und irgendwie passte es doch. Als sie aus der allerletzten Kurve herauskommend das Ziel vor Augen hatten, wurde das Auto von Cheever etwas instabil und Alex gewann das Rennen, vor Keke Rosberg und Eddie Cheever.

Einige Fakten müssen erwähnt werden: die drei ersten Fahrzeuge überquerten die Ziellinie in weniger als einer Sekunde, die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei über 185 km/h, die durchschnittliche Rundenzeit deutlich unter siebeneinhalb Minuten.

Eine französische Fachzeitschrift titelte: „RIBEIRO EN ETAT DE GRACE“. Oder in anderen Worten, wie Ribeiro sagte: „Ich fuhr wie nie zuvor.“ Seine herausragende Leistung in diesem Rennen wurde zusätzlich honoriert – er erhielt einen Spezialpreis und sein Name wurde zur Liste der Namen von anderen glorreichen Rennfahrern hinzugefügt. Dies findet man am Nürburgring auf der historischen Tafel an der Mauer.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Foto: Alex Dias Ribeiro. Danke Alex, auch für den wertvollen Erfahrungsaustausch!

Empfehlung:       www.losungen.de

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88 BESTE VERBÜNDETE 201804

Erinnerst Du Dich an Blogpost 22 über Reifen und Felgen? Heute, die Bremsen und Du - wirklich die besten Verbündeten! Ein Motorfahrzeug ohne Bremsen - ein Albtraum.

Dieses komplexe Thema braucht normalerweise Spezialisten. Bremsen und Geld sparen geht nicht zusammen - ganz sicher nicht! Billig ist in der Regel billig - viele Leute mussten diese Erfahrung machen; billig kann sehr teuer werden.

Deshalb nur einige grundsätzliche Gedanken, die auf den langjährigen Erfahrungen von The Castiron gründen. Bremsscheiben, Bremsbeläge, Fading, Bremsflüssigkeit sind die Stichworte dazu.

Bremsscheiben und Bremsbeläge: Hände weg von dubiosen Produkten. Auch wenn sie ähnlich oder praktisch gleich scheinen, es ist nie wie bei einem renommierten Hersteller. Sei achtsam, Dir zuliebe! Über allem hilft eine richtige Bremsbelüftung und gute Führung der heissen Abluft immens, gerade beim Einsatz auf der Rennstrecke.

Bei der Bremsflüssigkeit ist es dasselbe, und: ein Wechseln in regelmässigen Abständen ist zwingend, weil die Bremsflüssigkeit mit der Alterung in der Qualität nachlässt. Das grosse Erwachen kommt sonst allenfalls mit dem Tritt ins Leere; Fading, wo sich das Bremspedal im Extremfall einfach so ganz durchdrücken lässt. Damit Du vielleicht noch mal mit einem blauen Auge davonkommst, kannst Du versuchen mit Pumpen des Bremspedals wieder Bremsdruck aufzubauen – aber das muss Dir zuerst mal in den Sinn kommen und Du musst es dann konsequent umsetzen.

Gute und erfolgreiche Fahrt, sei es auf der Strasse, sei es auf der Rennstrecke - und vergiss nie die Bremsen, Deine wirklich besten Verbündeten! Gebrauche die Bremsen - dafür sind sie da. Und: es funktioniert nur wirklich gut zusammen mit exzellenten Reifen.

Bis nächsten Freitag.   - B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Foto: Tom van Egmond, Ersigen. Danke Tom!

Empfehlung:       www.losungen.de

PS. Schaue Dir doch auch nochmal Blogpost 72 SCHATZKISTE 201712 an.

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87 DER FAHRSTIL MIT DEM SINGENDEN FAHRER

So wie die Menschen unterschiedlich sind, so ist es auch mit dem Fahrstil. Dabei gibt es auch verschiedene Umstände und Situationen. Erfolgreich, sicher und zügig unterwegs sein – viele Wege führen in diese Richtung.

Dieses Mal geht es primär um Fahrfreude auf der Strasse, sei es auf einer schönen Landstrasse oder die Herausforderung eines Alpenpasses. Es geht vor allem um den Genuss, auch um die Wahrnehmung der äusseren Umstände. Heute lassen wir die Jagd nach dem letzten Sekundenbruchteil und das Streben nach der perfekten Ideallinie für einmal aussen vor.

Eines Abends, kurz vor der Dämmerung, war The Castiron mit seinem Ford Mustang, Eleanor V, auf dem Weg nach Hause – so wie es schien ganz alleine. Der Sound des V8-Motors, beschleunigen, schalten, bremsen, kurvenfahren. Eine kurvenreiche Strasse über einen Pass, auch mit Haarnadelkurven: hierbei hatte The Castiron beim anbremsen plötzlich einen Regenbogen vor Augen – und das wiederholte sich bei jeder zweiten Haarnadelkurve.

Es war nicht einfach ein Regenbogen – es war der  Regenbogen, nie vorher so gesehen und danach auch nicht. Der Versuch, dies zu beschreiben: The Castiron und Eleanor V hatten den Pass praktisch für sich allein, die mächtigen Berge, die Sicht auf andere Pässe und dieser einmalige Regenbogen! Er schien im Tal zwischen zwei Bergen fixiert zu sein, in einer beinahe übernatürlich erhabenen Art und Weise, äusserst beeindruckend. Atemberaubend und über dem allem: Grund genug zum Singen hinter dem Lenkrad!

Natürlich sind ähnliche Erfahrungen auch an einem Trackday möglich, beispielsweise auf der Nordschleife – schönes Wetter, beste Bedingungen und eine Runde ohne Verkehr. Du hast die Strecke und die wunderschöne Umgebung scheinbar für dich allein. Also: vergiss nicht zu singen hinter dem Lenkrad, wenn Dir danach zumute ist!

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.highspeedfotos.de

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86 JIM CLARK 1968

James Clark, besser bekannt als Jim Clark (4. März 1936 – 7. April 1968), war einer der grössten Autorennfahrer. Zum 50. Todestag sei diesem schottischen Sportsmann der heutige Blogpost gewidmet.

Einige wenige Höhepunkte seiner Karriere müssen erwähnt sein. Formel 1 (F1) Weltmeister 1963 und 1965; in diesem Jahr gewann er auch das prestigeträchtige Indianapolis 500 Rennen. Besonders herausragend waren auch seine Leistungen auf dem Nürburgring, bei verschiedensten Bedingungen; sei es der Sieg beim F1 Rennen von 1965, oder exzellente Rundenzeiten, oder überragende Leistungen mit unterlegenem Fahrzeugmaterial. Sein letztes F1 Rennen gewann er früh im Jahr 1968, mit einem Lotus 49 Ford-Cosworth DFV (3-Liter V8-Motor).

Schon 1961 klopfte der Tod an die Türe von Jim Clark. Beim Grossen Preis von Italien der F1 hatte er eine Kollision mit Wolfgang Graf Berghe; dieser wurde tödlich verletzt – und mit ihm mehrere Zuschauer. Am 7. April 1968 verunglückte Jim Clark anlässlich eines Formel 2 Rennens in Hockenheim, Deutschland, tödlich. Man geht davon aus, dass die Ursache dieser Tragödie ein schleichender Plattfuss war.

Der Kern der alten Aussage, dass der Motorsport eine gefährliche Angelegenheit ist, wo Verletzungen (auch mit bleibenden Schäden) und selbst der Tod nicht ausgeschlossen werden können, gehört zu diesem Sport. In früheren Zeiten war es eine stets gegenwärtige tragische Tatsache.

Bis nächsten Freitag.   -   B’hüet Di, alles Gute!   The Castiron

Empfehlung:       www.losungen.de